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Willkommen auf der Internetseite des Institutes für Zelluläre Neurowissenschaften


Die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Zelluläre Neurowissenschaften betreffen die Untersuchung von Gliazellen und ihrer Rolle bei der Informationsverarbeitung im gesunden und kranken Gehirn. Ähnlich wie Neuronen exprimieren Gliazellen eine Vielfalt an Ionenkanälen, Membranrezeptoren und -transportern. Subpopulationen von Gliazellen erhalten direkten synaptischen Input von Neuronen, oder sie antworten auf neuronale Aktivität, indem sie ihre intrazelluläre Calcium-Konzentration erhöhen und Neurotransmitter, z.B. Glutamat, ATP oder D-Serin, freisetzen.

Um Mechanismen dieser bisher weitgehend unverstandenen Formen von Neuron-Glia-Interaktionen zu entschlüsseln, und um die funktionelle Heterogenität von Gliazellen besser zu verstehen, werden elektrophysiologische, molekulare und bildgebende Untersuchungsmethoden kombiniert.



Von besonderem Interesse ist für uns der Hippokampus, eine Gehirnregion, die wichtig ist für Lernen und Gedächtnis. Wir führen diese Untersuchungen vorwiegend an akuten Präparationen durch, d.h. in isolierten Zellen oder in akuten Hirnschnitten von Mäusen und Ratten.

Ein wichtiger Fokus unserer Forschung liegt auf der Identifizierung der Ursachen von Epilepsie. Dabei wenden wir unsere Methoden auf Gliazellen und Neurone in akuten, lebenden Präparaten des menschlichen Hippokampus an. Die Gewebeproben erhalten wir im Rahmen neurochirurgischer Eingriffe bei Patienten, die an pharmakoresistenter Temporallappen-Epilepsie leiden. Ergänzend werden Tier-Modelle für Epilepsie untersucht. Das Ziel dieser Untersuchungen ist ein besseres Verständnis der Rolle von Gliazellen bei der Entstehung und Ausbreitung epileptischer Anfälle.
Unsere Forschungsprojekte werden durch die DFG und die EU gefördert.

Im Jahr 2011 wurde an unserem Institut eine NRW Nachwuchsgruppe eingerichtet, die von Jun. Prof. Dr. Christian Henneberger geleitet wird. Seine Gruppe setzt elektrophysiologische und bildgebende Methoden ein, um über Struktur-Funktions-Analysen zu einem besseren Verständnis der Plastizität von Neuron-Glia Interaktionen zu gelangen.

Prof. Dr. Christian Steinhäuser
Direktor des Institutes für Zelluläre Neurowissenschaften
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